Während der Gastgeber nach 2x40 Minuten zufrieden wirkte, haderte die SVM-Auswahl mit dem bislang schwächsten Auftritt der Freiluftrunde und ging selbstkritisch auf Ursachenforschung.
Dabei legten die Mannen um Spielertrainer Bertram gut los, beherrschten das Mittelfeld und gingen verdient in Führung: Nach Zuspiel von Bertram lupfte Dirk Möllers in den Lauf von Raphael D., der spurtstark vor dem gegnerischen Keeper die Kugel ins Netz löffelte – 0:1 (18.). Dann war die Luft raus: Als hätte der bedrohlich am Himmel grummelnde Donnergott den Stecker gezogen, verweigerten die Post-Germanen fortan jede Zweikampfführung und zogen sich ohne Not weit an den eigenen Strafraum zurück. Der Gegner nahm die „Aufforderung zum Tanz“ gerne an und glich aus: Nachdem Marcus und Gerrit nur körperlos Geleitschutz leisteten, traf Dyckburg durch einen Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:1.
Die übliche Wechselorgie vor und nach der Halbzeit gab dem Mauritz-Spiel den Todesstoß, das sich nicht mehr von seiner Passivität erholte. Der Rückstand war die logische Folge, an dem Abwehrchef Philipp nicht ganz schuldlos war. Nach 62 Minuten stand es 2:1.
Es sprach für die Moral der Kanalkicker, dass sie sich immerhin aufbäumten und nach energischer Vorarbeit von Sturmtank Philipp durch Bertram den Gleichstand herstellten.
In der Schlussviertelstunde kamen beide Seiten noch zu Halbchancen, betrieben aber an diesem gewitterschwülen Dienstagabend wahrlich keine Werbung für den Altherrensport.


