Doch schnell merkte man, dass irgendwie der Wurm im Spiel des SV Mauritz drin war. Zwar konnte der Rückstand aus dem ersten Einzel postwendend wieder ausgeglichen werden, doch es gelang den Münsteranern nicht, sich hier von den Sauerländern abzusetzen. Ganz im Gegenteil, die Mendener entpuppten sich hier eindeutig als die zielstrebigeren Spieler, insbesondere wenn es darum ging, das abschließende Doppelfeld zum Beenden eines Satzes zu treffen. Hier zeigten die Mauritzer, wie schon vor Wochenfrist im Pokal, deutliche Defizite und so konnten das Tabellenschlusslicht, im Laufe des ersten Einzelblocks auf 5:2 davonziehen, ehe den Münsteranern der schon fast überlebenswichtige Anschluss zum 5:3 gelang.
Aus Sicht der Münsteraner konnte es also nur darum gehen, in den anschließenden vier Doppeln das Ergebnis zu drehen, oder zumindest auszugleichen. Doch auch in diesen Spielne gelang den Münsteranern sehr wenig, so dass die ersten beiden Doppel dann auch prompt in Richtung Menden gingen, die ihren Vorsprung somit sogar auf vier Spiele ausbauen konnten. Den Münsteranern schwante jetzt, dass man hier in keinem Falle im vorbeigehen gewinnt. Auch nicht, als man die beiden verbliebenen Doppel nach Münster holte und den Rückstand somit 5:7 verkürzen konnte.
Nur bedurfte es schon eines nahezu optimalen Spielverlaufs, um den im Vorfeld fest eingeplanten Sieg noch zu erreichen. Doch an diesem Tage wollte einfach nichts zusammenlaufen. Wieder und wieder blieben die sich bietenden Chancen auf münsteraner Seite ungenutzt, was letztlich dazu führte, dass sich die Mendener weiterhin Pünktchen um Pünktchen einsammelten, bis es 11:6 stand und ihnen der zweite Saisonsieg nicht mehr zu nehmen war. Die Mauritzer hingegen mussten nun aufpassen hier nicht noch völlig unter die Räder zu kommen und im Kampf um den zweiten Tabellenplatz, doch noch auf die Schützenhilfe des Meisters aus Datteln angewiesen zu sein, der zeitgleich gegen den Tabellendritten Holtum (2) spielten. Dafür mussten die Mauritzer mindestens acht Spiele gewinnen, was dann auch gelang. Am Ende stand es sogar 11:9, doch freuen wollte man sich auf Grund der blamablen Vorstellung darüber wirklich nicht.
Bleibt nur die Hoffnung, dass die Mauritzer ihre kleine Formkrise bis zur Relegation abschütteln können um dort zumindest ein gleichwertiger Gegner zu sein und vielleicht am Ende einer schwierigen Saison, mit vielen Höhen und Tiefen, sich doch noch mit dem Aufstieg in die Regionalliga zu belohnen.


