Die Dritte war von Anpfiff an im Spiel und es dauerte nicht lange, ehe der erste Treffer bejubelt werden konnte: Hendrik Hagerott war bei einem Patzer des Gäste-Torwarts hellwach, fing einen missratenen Pass ab und bugsierte den Ball zum 1:0 über die Linie, bereits sein 4. Saisontor. Nach dem frühen Tor verflachte die Partie zunehmends, was auch damit zusammenhing, dass der SVM dem Gegner mehr Raum gewährte und nicht mehr so aktiv am Spielaufbau hinderte wie in den ersten 15. Minuten. Resultat war ein optisches Übergewicht der Eisenbahner, zwingende Torchancen ergaben sich daraus jedoch nicht, so dass Torwart Daniel Wienker im ersten Durchgang kaum gefordert wurde.
Der Beginn des zweiten Durchgangs weckte bei den Mauritzern Erinnerungen an letzte Woche: Erneut bekam ein Spieler der Dritten einen Platzverweis ausgesprochen, diesmal war der "Übeltäter" Rainer Greiwing, der nach 50 Minuten die Ampelkarte sah. Dieses Mal wussten die Mauritzer aber besser mit der Unterzahl umzugehen, der Fokus wurde zwar vermehrt auf die Defensivarbeit gelegt, nicht aber ohne regelmäßig Nadelstiche nach vorn zu setzen. In der 64. Minute folgte das nicht unverdiente 2:0, als nach einer Ecke zuerst Marcel Reglin freistehend per Kopf vergab, Janek Sanders aber den Nachschuss verwertete. Vom ESV kam auch in Überzahl zu wenig, dass in diesem Spiel überhaupt noch einmal Spannung aufflammte lag eher an der unsortierten Abwehr der Gastgeber, die bei einer Ecke nicht konsequent verteidigten und das 2:1 hinnehmen mussten. (79.) Kurz darauf schien das Spiel erneut entschieden: Hendrik Hagerott konnte nach einer ganz starken Einzelleistung nur durch Foul am Vollstrecken gehindert werden, Sina Mahboubkhah verwandelte den fälligen Elfmeter und stellte den alten Abstand wieder her. (87.) Eine erneute Schlafmützigkeit ermöglichte wiederum den Anschluss für die Gäste(90.), die Mauritzer konnten den knappen Vorsprung danach aber ins Ziel retten und den ersten Heimsieg feiern. Bereits am Mittwoch geht es um 19:30 in Sprakel um die nächsten Punkte gegen einen direkten Tabellennachbarn, gegen den sogar der Sprung auf den fünften Tabellenplatz gelingen kann.


