Diese Weisheit des bajuwarischen Börsenspekulanten Uli H. beschreibt die letzten Wochen des SVM ganz gut. In den letzten vier Spielen setzte es zum deutliche und vor allem verdiente Niederlagen.
Angefangen hatte der Abwärtsstrudel mit der Niederlage gegen die Zweite von Borussia Münster. Wenige Tage später kassierte die Truppe bei der Premiere des neuen Kunstrasenplatzes eine 1:4 Niederlage gegen den A-Liga Absteiger von BW Greven. Eine Niederlage, bei der aber zumindest Einsatz, Willen und die Zweikampfbereitschaft stimmte, auch wenn man gegen „die mit Abstand spielstärkste Mannschaft der Liga“ (O-Ton Coach Diening) zu Recht verlor.
Mit diesen Tugenden sollte dann am Sonntag drauf die Vierte Mannschaft von Münster 08 bezwungen werden. Doch beim bis dato punktlosen Aufsteiger ließ man genau jene Attribute über weite Strecken vermissen, legte stümperhafte Fehler an den Tag und baute mit naivem Abwehrverhalten den Gegner auf. So setzte es eine 4:2 Niederlage bei der zu allem Überfluss Heißsporn Ed Hardy Barry noch die rote Karte für eine unsportliche Aktion sah.
Am vergangenen Sonntag wollte man dann gegen den FC Mecklenbeck den Bock umstoßen, doch dieses Unterfangen ging in die Hose. In Abwesenheit von der Doppel-D´s (Coach Diening & Kapitän Dellwig waren bei einer Fortbildung von Detlef D! Soost) bot die Mannschaft den Zuschauern am Coppenrathsweg eine enttäuschende Leistung. Mit slapstickhaften Einlagen lud man den Gegner zum Tore schießen und auch wenn man zwischenzeitlich mal auf 1:3 sowie 3:6 ran kam, stand am Ende eine 3:8 Klatsche auf der Anzeigetafel.
Und als wäre es in den letzten Wochen nicht schon hart genug gewesen, kommt es am Sonntag zum Duell mit dem Tabellenführer von FC Gievenbeck III. Doch um dem Trend der letzten Wochen zu trotzen hat der ausgebuffte Coach in dieser Woche eine Doppelstrategie gefahren. Einerseits wurden nochmal die Trainingseinheiten intensiviert und verschiedene Module aus der D! Soost Erfolgsprogramm eingebaut. Andererseits nahm er die Unterstützung von Finanzguru und Teilzeitpsychologe Dr. Tim Uli Rathjen an.
So geigte Rathjen am Dienstag der gesamten Mannschaft mit knallrotem Kopf und spärlichem Haupthaar der Mannschaft die Meinung („Für die Scheißergebnisse seid ihr verantwortlich nicht wir! Was glaubt ihr eigentlich, was wir das ganze Jahr machen, damit ihr Euch für 5 Euro die Long Island in den Hals kippen könnt? Es kann doch nicht, dass Flo kritisiert dafür, dass er sich seit Monaten für euch den Arsch aufreißt).
Dies war aus Sicht Rathjens wichtig, damit „ein jeder die Dringlichkeit der Situation erkenne“. Dafür stehen dann beim heutigen Training noch einige Einzelgespräche und Team bildende Maßnahmen auf dem Programm, um die Restrukturierung des Selbst- und Teamvertrauens erfolgreich abzuschließen.
Wir sind gespannt, ob die Maßnahmen fruchten und am Sonntagabend zu einem Erfolg beim Spitzenreiter führen.


